Die Performance

"Alle unter einer Decke"

      

Alisa Tretau,

Renata Müller-Tiburtius

Dream A Team,

Teresa Hoffmann,

Sandra Flachmann

Friederike Miller,

Tessa Heidkamp,

Renata Müller-Tiburtius,

Julia Buntzel

Alisa Tretau

Alisa Tretau

Dream A Team

Renata Müller-Tiburtius, Tessa Heidkamp,         Julia Buntzel

Sandix

Konzept:

 

von und mit:

 

 

 

Regie:

Bühne:

Kostüme:

 

Musik:

60 Min bis 24 Std.

freie Produktion Premiere März 2017

"Ich überlege ständig, in welches Land ich auswandern soll - möglichst weit weg von Europa, aber auch nicht zu andersartig, denn das Fremde kann ich mir nicht vorstellen. In meinem Traum laufe ich durch einen vereisten Vergnügungspark, bleibe an den Ketten der Karussels kleben und die Menschen mit schlohweißen Haaren kümmern sich nicht mehr darum, mich zu begrüßen." (Traumtagebuch)

Alle unter einer Decke ist ein performatives Experiment, das die aktuell verbreitete Zukunftsangst und gesellschaftliche Verunsicherung zum Anlass nimmt, um nach radikal empathischen Strategien des Zusammenseins zu suchen. Wir nehmen die alte feministische Weisheit, dass das Private politisch ist, ernst und fragen: können wir unsere intimsten Ängste und Visionen teilen und so einen Raum für gemeinschaftliches Träumen schaffen?

Hierzu laden wir zum kollektiven Rückzug ein in den privatesten und vermeintlich sichersten Raum, den es gibt: unter die eigene Decke.

Als interdisziplinäre Performer*innen-Gruppe aus den Bereichen Theater, Tanz, Bildende Kunst, Musik und Video treffen wir uns zu siebt unter einer ca 40qm großen Decke. Diese entfaltet sich, von der zusammengeknüllten Bettenburg zum einladenden Lager, während wir, unter ihr verborgen, unsere Ängste und Visionen bezüglich der Jetzt-Zeit formulieren und nach außen schicken - als Geräusche, Erinnerungen, Musik, Videoprojektion oder Bewegung. So entsteht im Außen eine Sound- und Bild-Collage, eine bewegte Decken-Skulptur, ein geheimnisvoller Ort, der Intimitäten von sich gibt und Anziehungspunkt für die Sehnsüchte der Zuschauer*innen wird.

Hierbei spielen wir leidenschaftlich gern mit der Grenze zwischen süßer Erinnerung und peinlichem Moment - angeregt von zu Beginn eingesammelten, vermeintlich peinlichen Geständnissen aus dem Publikum, decken wir auf, was uns zu denen gemacht hat, die wir geworden sind: wie wir gelernt haben, wie Mädchen zu sitzen, wie uns das erste Mal jemand ungebeten angefasst hat, warum wir manchmal die Kontrolle verlieren und uns dann schämen. Das performative (Mit-)teilen dieser Momente wird zum feministischen Befreiungsversuch, der Raum für Alternativen schafft.

Im Verlauf öffnen wir diesen Raum für die Zuschauer*innen und laden, jede*r auf eigene Weise, Personen unter die Decke, um mit ihnen zu fühlen, zu fragen und zu finden. Unsere Geschichten verweben sich mit denen der Zuschauer*innen zu einem im Außen hörbaren, im Inneren gestaltbaren, improvisierten Live-Hör - und Schauspiel. Wir möchten eine willkommen-heißende, aufregende und intime Atmosphäre schaffen, in der Versionen einer solidarischen Gesellschaft geträumt werden dürfen - nicht kitschig, aber gemütlich darf es werden!

Am Ende stecken möglicherweise tatsächlich alle Anwesenden "unter einer Decke" und formieren eine interaktive privat-politische Vergemeinmanschaftungs-Skultpur. 

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